Vattenfall entzaubert Wunschdenken der Landesregierung vom "sauberen Braunkohlestrom" (12.06.2007)


sauber?

Vor dem Hintergrund der von dem Energieversorger Vattenfall veröffentlichten Unternehmensziele hat der Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, AXEL VOGEL, die von der Landesregierung in die CO2-Abscheidungstechnologie" gesetzten Hoffnungen zur Reduktion des Ausstoßes von Klimagasen bei der Braunkohleverstromung als "reines Wunschdenken kritisiert. Vattenfalls Unternehmensstrategie entlarve den von Ministerpräsident Platzeck und Wirtschaftsminister Junghanns verbreiteten Glauben an eine CO2-arme Braunkohleverstromung bereits ab 2020 als reine Illusion. Vattenfall-Chef Lars Josefssohn hatte angekündigt, das Unternehmen werde den von ihm verantworteten CO2-Ausstoß bis 2030 um 20 Prozent senken. ;Für Brandenburg bedeutet dies eine Reduktion des Ausstoßes seiner beiden Braunkohle-Kraftwerke von derzeit 39 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr um nur 8 Millionen Tonnen bis 2030;, sagte AXEL VOGEL. "Von sauberer Braunkohleverstromung kann hier nicht die Rede sein. Platzeck und Junghanns sollten dies zum Anlass nehmen, ihren Braunkohle-Optimismus zu überdenken."

AXEL VOGEL forderte die Landesregierung auf, die Klimaschädlichkeit der Braunkohleverstromung nicht länger zu verharmlosen und eine Ausstiegsstrategie dafür zu entwickeln.

Platzeck hatte den Aufschluss neuer Braunkohletagebaue unlängst an die Bedingung geknüpft, dass bis dahin eine Technologie zur Kohlendioxid-Abscheidung zur Verfügung stehen müsse. Ohne eine solche habe die Braunkohleverstromung keine Zukunft. Ähnliche Forderungen hatte Junghanns aufgestellt.

Die Frage des Aufschlusses neuer Tagebaue steht bereits vor 2020 auf der Tagesordnung, sagte AXEL VOGEL. Dann nämlich sind die beiden Tagebaue Cottbus-Nord und Jänschwalde, die das Kraftwerk Jänschwalde beliefern, erschöpft. Das nun von Vattenfall bekannt gegebene Unterneh-mensziel lässt aber nicht darauf schließen, dass die CO2-Abscheidungstechnologie bereits 2020 wesentlich zur Reduktion des CO2-Austoßes beitragen wird. Ansonsten könnte sich Vattenfall wesentlich ambitioniertere Zielmarken setzen. Offenkundig will es die vorhandenen konventionel-len Kraftwerke auch nach 2020 weiter nutzen.

Quelle: Grüne-Brandenburg

 
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